Erneuter Sieg der Senioren gegen die Grischun Kniggers
HC Grischun Kniggers : EHC Züri Wolves Sen. 4:9 (0:0, 2:7, 2:2)
Tore für die Oldie-Wolves: Hornecker (3!), Bertschy (3!), Meier, Brazerol, Kalberer
Die Spiele in der Eisbahn Dolder haben immer etwas Vintage-Hockey-Atmosphäre und erinnern an die gute, alte Zeit, als die Spieler noch ohne Helme und geschnitzten Holzstöcken aufeinander losgingen. Diese wunderschöne Stimmung auf der schönsten Eisbahn im Grossraum Zürich war nicht immer ein guter Freund der Wolves. Schon oft hat das Team (dazumal noch in der 4. Liga spielend) an besagter Sportstätte jämmerliche Leistung gezeigt. Dies lag zum einen sicherlich an den starken Gegnern, die auf dieser Eisbahn zu Hause sind, aber auch an der eher ungewohnten Umgebung. Wenn der Wind bläst kann es dort oben zwischen den Tannen ganz schön ungemütlich werden. Das Eis ist holprig und wenn man mit dem Kopf Begegnung mit der Eisoberfläche "feiert", kann man sogar kleine Äste und Blätter eingefroren im Eis entdecken. Ganz ähnlich wie Versteinerungen – esooo schön sag ich Euch. Vielleicht war dies der Grund, dass die Wolves oft als klarer Verlierer vom Eis ging – wer weiss. Den Senioren sollte dieser Fehler nicht auch unterlaufen und die archeologischen Entdeckungsreisen auf der Eisoberfläche sollten ihnen erspart bleiben.
Und man darf es vorweg nehmen, die Alt-Wölfe erfüllten ihre Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten der Gruppe. Nicht mit grossem Glanz, aber einer soliden Leistung und einen Effort im Mittelabschnitt.
Der Gegner durfte nicht unterschätzt und das "Seetal-Syndrom" wollte im Keim erstickt werden. Das Hinspiel konnte zwar mit 10:5 für die Wölfe entschieden werden, aber insbesondere im Schlussabschnitt dieses Spieles kam das Team arg in Bedrängnis. Somit hiess die Devise: Geduldig sein und mit schnellem Spiel den Gegner müde machen. Das Startdrittel war gezeichnet durch Nervosität auf beiden Seiten. Der Aufbau der Wölfe war mangelhaft und unpräzise und in der Offensive war das Spiel kompliziert und zu wenig zielstrebig. Einzig das Defensiv-Verhalten der Mannschaft und die Goalie-Leistung von Mela "the Beauty" Steffen durfte als gut bezeichnet werden. Die logische Konsequenz daraus war ein 0:0 zum ersten Pausentee. Wie schon gegen Zugerland vermochten die Wölfe aus ihrer spielerischen Überlegenheit keinen Vorteil für sich herauszuziehen.Mit dieser spannenden Ausgangslage ging es ins Mitteldrittel und auch hier waren die Parallelen zum Zuger-Spiel verblüffend. Mit dem ersten Angriff erzielte Dani "the flying Rocket" das so wichtige 0:1 für die Gäste auf Pass von seinem Zwillingsbruder Bernie "Bretzky" Bertschy. Dieses Duo war an diesem Abend noch an so manchen Toren beteiligt und beide durften sich am Ende des Tages als Hattrick-Schützen feiern lassen. Und nur eine Minute später gelang Andi "the Pre-Dad" Meier gar das 0:2. Hier waren dann aber die Parallelen zum Zuger-Game zu Ende. Antelle weiter den schnellen Abschluss zu suchen, verlor die Mannschaft den Zug aufs Tor ein wenig und fiel ins alte Spielmuster zurück. Dies sollte sich in der 26. Spielminute rächen, als die Grischun Kniggers ihren ersten Treffer des Spiels erzielten. Sofort war die Nervosität im Team der Wolves zurück und der Druck auf die Spieler wuchs erneut. Dank Bretzkis Tor in der 29. Minute fiel diese Last von den Schultern der Mannschaft und es folgte ein Tor-Festival mit 5 Toren innert 10 Spielminuten. Endlich wurde das Offensivspiel umgesetzt, welches Coach Hunger (the Time Controller) so dringend forderte: einfach, mit viel Zug aufs Tor, schnell schiessen und sofort nachsetzen. Der 2. Treffer im Grischuner Powerplay eine Sekunde vor Drittelsende war eher ein unschöner "Tollgen" im Reinheft der Wolves.
2:7 und noch 20 Minuten zu spielen – das Game sollte eigentlich entschieden sein. Doch im Eishockey ist so manches möglich. So war in erster Linie defensive Disziplin gefragt und sich auf das einfache Spiel zu konzentrieren. Ärgerlicherweise waren die Spieler allerdings schon beim Siegerbier und das Schlussdrittel verkam zu einem unorganiserten Chäpslen. Strafen für Wechselfehler, zu viele Spieler auf dem Eis und ähnliches waren sinnbildlich für die fehlende Disziplin in diesem Abschnitt. Das Resultat waren zwei weitere Gegentore und das Drittelsergebnis von 2:2. Schade für Mela "the Beauty" Steffen und ihren souveränen Job an diesem Abend. Ohne den Effort im Mitteldrittel hätte dieses Spiel ganz mühsam und knapp werden können.
Die Wolves tun gut daran, an ihrer Spieldisziplin zu arbeiten und sich auf das Game zu konzentrieren. Eine alte Binsenwahrheit, das Ablenkung in jeglicher Form die Leistung schmälert. Doch das positive Fazit: nichts ist passiert, alles ist gut gegangen, der zweite Tabellenrang gefestigt und das Mitteldrittel gibt Mut auf weitere tolle Spiele in dieser Saison.
Die Wölfe gehen nun in die Olympia-Pause und die Spieler stehen auf Pikett bereit, falls der Krüger Ralph doch noch anrufen sollte, wenn er einen Rollenspieler benötigt. Wir haben so einige individuell einzigartige Rollenspieler in unseren Reihen, welche noch zu haben sind. Das nächste Spiel findet erst am 12.2.2010 in Zug gegen die Zugerländer statt.
Dann sag ich mal "Voilà" und wir sind "Save".
The three Stars:
1. Dani "the Rocket" Hornecker – 3 Tore und ein Assisst dazu – was will man mehr
2. Bernie "Bretzky" Bertschy – 3 Tore und 2 Assists – das will man mehr...
3. Dominique "Tiger" Brazerol – 1 Tor und 4 Assists – irgendjemand muss ja auch noch die Pässe spielen...
Stimmen zum Spiel:
Seid kreativ und schreibt unter Kommentare selber Stimmen zum Spiel – das ist lustiger als wenn ich da was schreibe über die Matchuhr, über fehlende Spieler auf dem Eis usw...
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