Clubgeschichte
Die Ursprungs-Wurzeln des EHC Züri Wolves basieren auf einer lustigen Geschichte. Man kann ohne Zweifel behaupten, dass die Idee, einen Eishockey-Club zu gründen einem "Stammtisch-Gespräch" entsprang. So trafen sich an einem kalten und ungemütlichen Freitag Abend im Februar 1996 die späteren Gründungsmitglieder per Zufall an einer Party eines gemeinsamen Freundes. Im laufe des späteren Abends und nach sicherlich genügend Bier wurden die Gedanken leicht und die Zungen schwer. So sassen vier stark angeheiterte Freunde an einem Tisch und schon bald gelangte man zum Thema Eishockey. Jeder erzählte seine Story und man fand heraus, dass einige noch zum Plausch und andere schon länger nicht mehr Hochey spielten und wie schade dies doch sei, denn Hockey sei eben schon der beste Sport und und und. Ein Wort gab das andere und innerhalb einer Stunde und wohl einigen weiteren Bierchen wurde beschlossen, einen eigenen Eishockey-Club zu gründen.
Wie das so ist nach solchen Abenden und dementsprechend kurzen Nächten, war am nächsten Tag nicht mehr viel von diesem Enthusiasmus vorhanden und man hatte andere Sorgen. Doch einer der nächtlichen Wortführer, Hanspeter Hunger, erinnerte sich noch an das Vorhaben und startete eine Telefonaktion unter den vier Freunden. Dann ging alles sehr schnell: Man verabredete sich für den nächsten Tag zu einer Gründungssitzung und tatsächlich war an diesem Sonntag die Gesellschaft vollständig erschienen, um bei Reto Kalberer zu Hause die Gründung eines 4. Liga Hockeyclubs zu beschliessen. Fabio Alberini, Hanspeter Hunger, Reto Kalberer und Roli Wanner wählten sich einstimmig zum Vorstand und machten sich hinter die grosse Arbeit, einen funktionierenden Verein auf die Beine zu stellen.
Jeder zapfte seine eigenen Quellen an, um eine schlagkräftige Truppe von ca. 20 Eishockeyspielern aufzubauen. Es war ein riesiger Berg voll Arbeit, so vieles musste geregelt werden. Das grösste Hindernis war dabei eindeutig die Suche nach Eis für die Trainings und Heimspiele. Bestimmt 20 Eisbahnen wurden angeschrieben, von Winterthur bis Zug - vorerst mit wenig Erfolg. Am 29. Februar 1996 erfolgte bei einer Vorstandssitzung die offizielle Gründung. Dabei wurde auch der Name EHC Züri Wolves geboren. Statuten wurden geschrieben und der Antrag um Aufnahme im Schweizerischen Eishockey Verband gestellt. Doch es war noch die Knacknuss zu lösen, dass die Aufnahme im SEHV nur möglich ist, wenn der Verein Eis für 9 Heimspiele nachweisen kann. Und dies fehlte uns immer noch.
Hier öffnete sich für uns ein Törchen, um das wir noch heute sehr dankbar sind: André Mürner von der Kunsteisbahn Bäretswil offerierte uns die erforderlichen Anzahl Heimeis. Zu einer unmöglichen Zeit zwar, aber wir hatten Eis! Spielbeginn jeweils Sonntag Abend um 21:30 Uhr! Man stelle sich das mal vor: Ein Spiel geht mit Unterbrüchen ca. 2,5 Stunden; Spielende war also um Mitternacht. Mit Duschen, Umziehen und Heimreise von Bäretswil wurde das jeweils 01:30 Uhr Montag morgen! Nun können wir darüber lachen, was waren wir für "angefressene" Hockeyaner, die sich da jeweils zu nächtlicher Stunde in Bäretswil trafen... Heute würde wohl keiner mehr von uns regelmässig um diese Zeit Hockey spielen. Doch als Neuling musste man eben unten durch und hatte keine Wahl. Doch bereits nach zwei Saisons konnten wir in Bäretswil um 20:30 Uhr spielen.
Einige Monate später, im Sommer 1996 wurde unser Aufnahmegesuch angenommen und wir waren offizielles Mitglied im SEHV und registriert zur Teilnahme in der 4. Liga. Zu dieser Zeit fand sich auch noch ein Trainingseis in Wetzikon. Wiederum zu einer Unzeit, aber siehe oben. Ab September 1996 trainierten wir jeden Donnerstag um 22:00 bis 23:30 Uhr in Wetzikon - und das sechs Jahre lang! Das spricht ebenfalls für einen hervorragenden Teamgeist. Und nun werden wir doch schon bald zum verwöhnten "Luxus-Club": ab Saison 2002/03 haben wir endlich zu einer humaneren Zeit Training, um 19:45 Uhr. Auch unserer Heimspiele konnten wir nach Wetzikon verlegen und dies wiederum auf eine bessere Zeit, nämlich jeweils Sonntag Abend, um 18:45 Uhr.
Die Vorbereitungen für unsere 1. Saison liefen auf Hochtouren, unter gütiger Mithilfe von Turi Jung, dem damaligen Präsidenten des EHC Glattbrugg. Er half uns sehr viel in Sachen Organisation und Abwicklung von Spielen, Transfers und dem ganzen Karsumpel. Im September '96 trafen sich auf der Kunsteisbahn Wetzikon eine Gruppe lernwilliger und wie sich später herausstellte auch lernfähiger junger Männer zum ersten Training. Es war eine spannende und zugleich heitere Stimmung, kannten sich doch die wenigsten untereinander. Doch hatten wir alle ein Ziel: zusammen Spass zu haben und der Wille, sich fürs Eishockeyspiel einzusetzen. Wir hatten auch einen Torhüter und auch sowas ähnliches wie einen Trainer, der aber auch selber mitspielte. Das einzige, was diesen Trainer von uns unterschied, war sein kanadischer Akzent, der natürlich sehr professionell wirkte.../p>
Nach einigen Testspielen gegen nicht sehr aussagekräftige Gegner nahte der Tag der Warheit: Das erste Meisterschaftsspiel des EHC Züri Wolves. Was waren wir doch nervös, hatten wir doch nicht die leiseste Ahnung, wie wir uns einzustufen hatten. Waren wir wohl völlig unterlegen und in der 4. Liga am falschen Ort, oder hatten wir durchaus Berechtigung auf diesem Niveau mitzutun? Die Antwort gab uns das erste Spiel im Oktober '96 auf der Kult-Eisbahn Dolder in Zürich. Der Gegner hiess EHC Oerlikon. Es war schon ein ergreifender Moment, als wir alle in unseren, vom Vorstand selbst entworfenen neuen Jerseys, unsere Aufwärmrunden drehten. Am Ende herrschte grenzenloser Jubel unter den Wolves, gewannen wir doch unser erstes Spiel überhaupt mit 5:1 Toren. Es war ein fantastisches Gefühl, diese Jungs spielen zu sehen und auch ein grosser Stolz kam auf, dieses Projekt auf die Beine gestellt zu haben.
Anlässlich unserer Heimspielpremiere in Bäretswil organisierten wir gar noch ein Fest mit Glühweinbar, Grill, Musikband und vielen weiteren Attraktionen. Über 200 Personen besuchten dieses Happening und es wurde für uns Spieler zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ein ganz grosses Dankeschön an die riesige Unterstützung, die uns erbracht wurde während unserer Gründungszeit. Unser Dank gilt allen zahlreichen Gönnern, ohne die es diesen Verein gar nicht geben würde. Aber auch all den Spielern, die sich in den vergangenen sechs Jahren für unseren Verein eingesetzt und für die Wolves gefightet haben - Ihr seid grossartig!
Ein besonderes Dankeschön unseren Supportern der ersten Stunde: Turi Jung vom EHC Glattbrugg für sein Fachwissen, Katja Egger - die sich in die Regelkunst des Eishockeys einweihen liess, André Mürner von der Eishalle Bäretswil, der Eishalle Wetzikon, den Gründungsmitgliedern und dem Vorstand des EHC Züri Wolves.
2009
Im Frühling 2009 schrieb der EHC Züri Wolves einen weiteren Meilenstein in der Clubgeschichte. Die Mitglieder beschlossen anlässlich der GV auf Vorstoss der älteren Semester des Vereins einstimmig ein zweite Mannschaft zu gründen. Dies war die Geburtsstunde des Senioren-Teams. Ein mutiger und ambitionierter Schritt zu einer Zeit, in welcher viele Liga-Clubs über Spielermangel klagen und dauernd Abgänge in die ZEP-Liga vermelden müssen. Doch die Wolves geniessen im Grossraum Zürich einen sehr guten Ruf und sind auch vorstandsmässig gut besetzt, dass dieser Schritt gewagt werden konnte. Die Herausforderung war, dass etwa acht aktive 4. Liga-Spieler auf einen Schlag zu den Senioren wechselten und somit nicht nur Spieler für das neue Senioren-Team gesucht werden mussten, sondern zusätzlich auch noch die Abgänge im 4.Liga-Team wieder kompensiert werden mussten. Folglich zapften alle Spieler ihre Quellen an und versuchten Freunde und Bekannte zum Mitmachen in einem der beiden Mannschaften zu bewegen. Schliesslich gelang es dem Verein, zu Saisonbeginn zwei komplette Teams an für die Meisterschaft zu melden. Auch finanziell war der Schritt mehr als gewagt. Zwei Teams, zweimal Eiskosten, zweimal Lizenzen usw. Nur Dank grossem Effort aller Beteiligter im Vorstand konnte dies möglich gemacht werden. Auch unsere tollen Sponsoren und Gönner halfen mit, dass der Club nun knapp 40 Mitglieder zählt und auch den alten Herren eine Heimat bieten kann. Alte Herren? Nicht ganz. Als Novum wohl nicht nur in unserer Vereinsgeschichte sondern wohl auch in der ganzen Schweiz spielen bei den Senioren gleich zwei Goalie-Frauen im Team mit. Mit Mela Steffen, welche auch gleich noch in den Vorstand gewählt wurde und Vera Zoller stehen zwei äusserst attraktive Goalies zwischen den Pfosten der Senioren. Sicherlich mit ein Grund, weshalb unser Oldie-Team auf fremden Eisbahnen so gern gesehene Gäste sind ;-)
Sowohl das erste Freundschafts- wie auch Meisterschaftsspiel der Senioren wurde auch promt gewonnen, so dass der Start der Mannschaft und das ganze Projekt "Senioren-Mannschaft" als gelungen betrachtet werden konnte.
| Nach sechs Saisons waren unsere ersten Matchjerseys langsam ausgedient und Neue mussten her. Auch dieses mal hat sich Hanspeter Hunger mit dem Design befasst. Sein Fachwissen auf diesem Bereich und sein gestalterisches Talent haben ein zwar schlichtes aber super starkes neues Shirt hervorgebracht. | ![]() |
| Im Vergleich dazu das alte Jersey. Da liegen wirklich Welten dazwischen. Doch irgendwie passt dies auch zusammen mit unserem sportlichen Erfolg. |
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